1963: Sketchpad



Sketchpad auf der TX-2 am MIT, unten die Hand von Ivan Sutherland

1959 wurde am Lincoln Laboratory des MIT der TX-2 aufgebaut, einer der ersten Rechner mit Transistoren anstelle von Vakuumröhren. Der Speicher betrug 68K Words, wobei ein Word 38 Bit groß war. Das war etwa doppelt so viel wie damalige kommerzielle Computer zur Verfügung hatten. Es gab kein Betriebssystem und Programme wurden von Papierbändern eingelesen.

Eine Besonderheit für die damalige Zeit war, daß man die Maschine interaktiv benutzte. D.h. man ließ nicht die Programme laufen und holte sich irgendwann später das Ergebnis ab, sondern man machte etwas, der Computer reagierte sofort darauf. Dazu gab es einen Lightpen und ein 7“ Vektordisplay mit einer Auflösung von 1024x1024 Punkten.

Ivan Sutherland, Graduate Student am MIT, bekam von 3 bis 5 Uhr Morgens auf der Maschine zugewiesen. Die Zeit nutzte er für seine Ph.D. Thesis „Sketchpad: A Man-machine Graphical Communications System“, ein Programm daß er erlaubte mit dem Lightpen Zeichnungen am Bildschirm zu erstellen und zu verändern. Man konnte die Zeichnung vergrößern und verkleinern, Linien wurden wie Gummibänder gezogen.

Siehe auch: Sketchpad: A man-machine graphical communication system, von Ivan Edward Sutherland.