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Google Wave

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Google Wave

Google Wave Screenshot

Google Wave ließe sich als eine Mischung aus E-Mail, Chat, News, Mailingliste, Wiki und kollaborativem Echtzeit-Texteditor beschreiben. Außerdem lassen sich in den Text auch noch Plug-Ins verwenden, z.B. ein Abstimmungswidget, das Google bereits mitliefert. Bald wird es sicherlich auch welche für Tabellen und Diagramme oder gar zum gemeinsamen Zeichnen (Whiteboard) geben.

Das ganze befindet sich noch in der Entwicklung und so man kann sich wie bei Google Mail früher bislang nur anmelden, wenn man jemanden kennt, der auch schon einen Account hat und einen einlädt.

Einige Leute stehen Google Wave ein wenig ratlos gegenüber und es fallen Kommentare wie "ist kein Mail-Ersatz" oder "ein Werkzeug für Arbeits- und Projektgruppen". Mein Gedanke hingegen, als ich das erste Mal von Google Wave hörte, war: "Warum hat es das nicht schon früher gegeben? Es ist doch geradezu offensichtlich, daß man es so machen muß!"

Ich sehe in dem Ding jedenfalls das Potential, alle eingangs erwähnten Technologien abzulösen zu können. Also wenn Google alles richtig macht, und bisher schaut es danach aus.

Nach 15min Ausprobieren konnte ich mich schon für die folgenden Möglichkeiten begeistern:

  • News/Mailingliste: Leute, die nachträglich zu einer Diskussion eingeladen werden, können auch den bisher erfolgten Text einsehen.
  • Chat: Was man schreibt, sehen gleichzeitig alle anderen.
  • Man kann in den Texten anderer editieren während diese gleichzeitig noch an dem selben Text editieren.
  • Wenn sich die Diskussion in mehrere Themen zerteilt, dann kann man sie threaded, also in einer Baumstruktur weiterführen und so die Übersichtlichkeit bewahren. (Oder auch nicht.)
  • Die Mischung aus E-Mail und Chat erlaubt es das Tempo der Kommunikation zwischen den Kommunikationspartnern den jeweiligen Bedürfnissen anzupassen.
  • Jemand muß den Chat verlassen? Kein Problem, der andere schreibt seine aktuellen Gedanken erst einmal weiter, so das der andere sie dann später lesen kann, als hätte er eine E-Mail erhalten.
  • Auf die E-Mails, die man schreibt, erhält man sofort eine Flut von Antworten? Prima, anstatt jetzt eine E-Mail zu beantworten, nur um in der nächsten festzustellen, daß der andere genau das auch schon geschrieben hat, wird die Kommunikation nun zum Chat.
  • Die Entstehung der Texte wird mit abgespeichert und lässt sich nachträglich wieder abspielen.

Damit dürften auch die Tage von TOFU gezählt sein... und es wird durch andere Kommunikationsunarten ersetzt.

Google scheint bei dem Google Wave auch bisher recht uneigennützig zu sein und ermuntert dazu, sich später einmal eigene Google Wave Server aufzusetzen, was gerade auch im Hinblick auf vertrauliche Kommunikation wichtig ist. Auch eine Verschlüsselung von Nachrichten wie bei E-Mails ließe sich in dem System sicherlich noch unterbringen.

Der Google Wave Client ist in JavaScript geschrieben und benötigt nur einen halbwegs vernünftigen Webbrowser um benutzt werden zu können. Und das ist der eigentliche Clou an der Sache. Denn Google ist nicht die erste Firma, die ein solches System anbietet. Sie sind jedoch die ersten, die es unter die breite Masse bringen. Kostenlos. Wenn alles gut geht, sind die Tage von SMTP/POP3/IMAP basierter E-Mail gezählt.